Coachingausbildung zum „Ganzheitlichen Coach“

Die Rolle des Coaches

Der Coachingbedarf hat in vielen Lebensbereichen zugenommen. Veränderte  Anforderungen von Außen, wie z. B. Mobilität und globales Denken, als auch eigene Ziele wie Work - Life - Balance und ganzheitliche Lebensweise bringen Menschen heute immer schneller an die Grenzen der persönlichen Kapazität. Dadurch, dass Coaching in vielen Feldern wie Sport und Gesundheit gesellschaftlich akzeptiert ist, hat sich das Berufsbild des  Coaches verändert. Der Coach wird zum Wegbegleiter auf Zeit.

Die Beziehung zwischen Coach und Coachee hat eine einzigartige Mischung von Distanz und Nähe. Es findet ehrliches Feedback statt, es gibt liebevolle Unterstützung des Potenzials aber gleichzeitig auch Konfrontation mit den persönlichen Grenzen des Coachees. Grundlage der Beziehung ist eine Auftragsrahmen- und Zielklärung und die Bereitschaft für einen gemeinsamen Weg. Ähnliches werden Sie in Ihrer Ausbildung zum Coach erleben.

 

Der Lernpfad

Die Coachingausbildung besteht aus vier unterschiedlichen Lernformen, die den Gesamtweg ausmachen.

  • Ganztägige Ausbildungs- module (3 x 2 und 5 x 3 Tage)
  • Einzelarbeit mit einem von uns ausgesuchten Coachee (ca. 5 Sitzungen à 2 - 3 Stunden) und 2 Sitzungen für  Auftragsklärung und Abschlussgespräch
  • Reflexion der Arbeit mit dem Coachee in Kleingruppen
  • Moderierte Einzelfallarbeit „in der Mitte“ mit Gruppen-supervision

 

Methodenkoffer

In den Modulen werden Schwerpunktthemen mit folgenden Methodenansätzen bearbeitet:

  • Transaktionsanalyse (TA)
  • Kommunikation
  • Körpersprache
  • Prozessdynamik
  • Neurolinguistische Programmieren (NLP)    
  • Zielarbeit und -ausrichtung
  • Ressourcetechniken zur Selbst- und Fremdmotivation
  • Kreativitätstechniken
  • einschränkende Glaubenssysteme
  • Psychographie, MBTI und DISG
  • Typeneinschätzung und Stärken- /Schwächenprofile
  • Definition von Entwicklungsschritten im Coaching
  • Potenzialeinschätzung
  • Prozessarbeit nach Mindell
  • Umgang mit Grenzen, Ängsten und Widerständen
  • Wahrnehmung von blinden Flecken im Coachingprozess
  • Wahrnehmung und Umgang mit Identifikation und Projektion
  • Bewusstheit für das „Feld“ des Coachingprozesses

 

Der Lernprozess

Die Arbeit eines erfolgreichen Coaches ist kontinuierliche Arbeit an sich selbst und der eigenen Wahrnehmung. Aus diesem Grund legen wir viel Wert auf Feedback, Systemdenken und Prozesswahrnehmung. Qualitätskriterium in der Coachingarbeit ist der flexible Wechsel von Methodenkompetenz und wacher Feinwahrnehmung für die Situation. In der Ausbildung werden wir daher neben der Vermittlung von Methodenkompetenz auch immer die stattfindenden persönlichen und Gruppenprozesse betrachten und als Praxisbeispiele nutzen.

 

Die Coache

Kontinuierliche Begleitung: Iris Surburg, Heike Rykatz
Zu Einzelthemen werden Experten eingeladen.

 

Termine

Auf Anfrage schicken wir Ihnen die Termine der nächsten Ausbildungsdurchgänge zu.               

 

Leistungsbeschreibung

21 Tage Präsenzveranstaltung, moderierte und unmoderierte Lerngruppenarbeit, supervidierte Arbeit mit einem Coachee aus einem vorhandenen Coacheepool, Unterlagen, Testing und Zertifikat

Modul 1 (2 Tage):    

  • Klärung persönlicher Stärken, Werte und Selbstverständnis als Coach (persönliches Coachingprofil)
  • Selbst- Fremdbild wahrnehmen und angleichen
  • ganzheitliche Zielformulierung und –ausrichtung
  • Auftragsklärung und Rahmen im Coachingprozess
  • Spielregeln und Feedback
  • synchronisieren im Coachingprozess

Modul 2 (2 Tage):

  • Stärken im Bereich Handeln, Fühlen und Denken identifizieren
  • persönliche Glaubenssätze als Ressource und Barriere kennen lernen
  • aus dem Stärkenprofil eine Lern- und Entwicklungsrichtung ableiten können
  • Psychographie als Grundlage für den Coachingrahmen nutzen
  • Funktionsweise lösungsorientierter Herangehensweisen und Fragetechniken
  • Täter-, Opfer-, Retterkommunikation wahrnehmen und spiegeln können
  • die Dynamik von Täter-, Opfer- und Retterspielen im Coachingprozess

Modul 3 (3 Tage):

  • Grundlagen der Prozesswahrnehmung nach Mindell
  • Visionen und Ziele des Coaches als "heller Traum“ erarbeiten
  • Ängste, Grenzen und eigene Widerstände als „dunkler Traum“ des Coaches klären
  • primäre und sekundäre Prozesse in der Coach-/Coachee-Beziehung erkennen und nutzen können
  • Störungen und Krisen als Information und Kraft nutzen können
  • Systemdynamik von Veränderungsprozessen
  • lineare und nicht lineare Veränderungszyklen
  • Standortbestimmung und Feedback für die Zyklen des Coachingprozesses
  • die Positionen in der Konfliktarbeit und Win-Win-Lösungsstrategien

Modul 4 (3 Tage):

  • „Neu-Rahmen“ (Reframing) von Problemen in positive Absichten
  • Kreativitätstechniken als Rollenverhandlungsmodelle z. B. Träumer, Kritiker, Realist für Ziele nutzen
  • Arbeit mit Krisen und Konflikten als Grundlage persönlicher Veränderung
  • die Arbeit mit den inneren Teilen und Rollen für die Auflösung von Konflikten nutzen
  • paradoxe Interventionen für den Umgang mit Stagnation im Coachingprozess
  • Arbeit mit Ressourcetechniken
  • Bewusstheit erlangen über das körperliche Inszenieren von inneren Zuständen

Modul 5 (3 Tage):

  • MBTI und DISG Modell kennen lernen und an Hand ausgewählter Aufgabenstellungen wie z. B. Auswirkungen im Zeitmanagement anwenden
  • Möglichkeiten und Grenzen von Typologien für den Coachingsprozess klären
  • Zielunklarheiten und „Nebel“ in der Kommunikation erkennen
  • Umgang mit Widerständen beim Coachee und bei sich selbst
  • der situationsgerechte Einsatz von Struktur (Tools) und Prozess (Wahrnehmungsfeedback)
  • inhaltsfreies Arbeiten als Grundlage für Veränderungsziele (prozessorientierte Sicht auf Muster)
  • Einsatz kreativer Arbeitsmittel für das sinnesspezifische Erleben von Coachinginhalten

Modul 6 (3 Tage):

  • Muster, Rituale und andere erfolgsverhindernde Mechanismen in ihrer positiven Absicht erkennen und nutzen können
  • Ökologie der Zielerreichung und die Bewusstheit, dass Entscheidungen Konsequenzen haben
  • typische Coachingthemen für Handlungs-, Beziehungs- und Erkenntnistypen und typgerechte Lösungsstrategien für Stress-, Zeit- und Aufgabenmanagement
  • Umgang mit Macht- und Ohnmachtsmustern für den Coach
  • Umgang mit Macht- und Ohnmachtsmustern für den Coachee
  • Fragetechniken für das Verändern unproduktiver „Spieldynamik“

Modul 7 (3 Tage):

  • die Bedeutung von Rang und Rangsignalen im Coachingprozess
  • das Erkennen von unbewussten und bewussten Rangsignalen
  • die zentralen Werkzeuge des eigenen Coachingprofils definieren
  • das Doppelloop - Prinzip im Coaching für nachhaltige Veränderung nutzen
  • die Nachhaltigkeit von Arbeit an sich selbst mit dem Coachee verankern
  • Zielerreichungsfeedback und Verabschiedung im Coachingprozess

Modul 8 (2 Tage):

  • Testing
  • Feedback
  • Resümee und Abschiedsrituale
 
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